LEITBILD
Der Kastanienhof ist eine stationäre Einrichtung der Kinder-, Jugend- und jungen Erwachsenenhilfe im niederrheinischen Krefeld. Die Einrichtung sowie auch sein Träger, der Krefelder Frauenverein für Kinder- und Altenfürsorge gegr. 1827 haben eine lange Tradition in ihrer Region. Unsere heutige Organisationskultur basiert neben der Tradition vor allem auf den Einstellungen, den Ideen und dem gemeinsamen Zusammenleben der bei uns beschäftigten Mitarbeiter/-innen und der bei uns lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Im unserer Einrichtung leben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen im Alter von 4-21 Jahren in unterschiedlichen Angebotsformen. Wir beschäftigen Mitarbeiter/-innen in den Bereichen Pädagogik, Hauswirtschaft, Verwaltung und Technik. Daraus ergibt sich ein vielfältiges und vor allem vielseitiges Aufeinandertreffen unterschiedlichster Menschen im Alltag. Vielfalt ist ein prägendes Merkmal unserer Organisationskultur! Es ist uns wichtig, offen zu sein und die Individualität eines jeden Menschen anzuerkennen und im Zusammenleben zu berücksichtigen. Ein wertschätzender, respektvoller und vor allem freundlicher Umgang ist die Grundlage unseres Miteinanders. Jeder einzelne soll sich wohl und angenommen fühlen.
Im Umgang mit den bei uns wohnenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstehen wir unsere pädagogische Rolle darin, sie in ihrer Persönlichkeit zu sehen, ihre Ressourcen zu stärken und sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Dabei achten wir die persönlichen Stärken und Schwächen der Bewohner, fördern, wenn es sinnvoll erscheint, und vermeiden Überforderungen. Unser Ziel ist es die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dort abzuholen, wo sie stehen und sie langfristig auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Die Gestaltung von sanften Übergängen fließt dabei in die individuelle Hilfeplanung mit ein. Ein verlässlicher Rahmen ist Grundlage unseres Zusammenlebens. Durch Strukturen, Regeln und ein konstantes Beziehungsangebot bieten wir den bei uns wohnenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Sicherheit, die für ein gelingendes Aufwachsen notwendig ist. Ehrlichkeit und Authentizität sind für uns im Umgang mit ihnen von Bedeutung.
Wir orientieren uns an den Empfehlungen der UN-Kinderrechtskonvention, denn Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben Rechte! Im Alltag werden die Bewohner/-innen an Entscheidungsprozessen partizipiert. Sie können Wünsche und Ideen jederzeit frei äußern und haben ein Mitspracherecht bei der Planung von Gruppenangelegenheiten. Wir gestalten ein gemeinschaftliches Zusammenleben, das gleichzeitig Raum für die Privatsphäre jedes einzelnen lässt. Die Möglichkeit der Beschwerde wird von uns selbstverständlich bereitgestellt und begleitet.
Eine unserer zentralen Aufgaben ist die Unterstützung der bei uns lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrem Recht auf Schutz vor Gewalt. Zu jeglicher Form von Gewalt sagen wir aktiv nein! Durch das Erfahren von Grenzsetzungen und dem Verstehen eigener Grenzen, vermitteln wir den Bewohner/-innen ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz. Wir stärken sie im Erkennen eigener Bedürfnisse und in der Abgrenzung von den Bedürfnissen anderer. Gleichzeitig praktizieren wir ein angemessenes Nähe- und Distanzverhältnis gegenüber unseren Schutzbefohlenen und agieren als Vorbildfunktion. Schutzprozesse werden nicht nur im Alltag, sondern auch in unseren Bewerbungsprozessen zur Gewinnung neuer Mitarbeiter/-innen implementiert. Wir weisen Bewerber/-innen klar auf die in unserer Organisation verankerten Schutzprozesse hin. Ein Schutzkonzept für die Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen wurde erstellt und positioniert sich klar gegen sexuelle Gewalt. Die Verantwortung der Umsetzung von Schutzprozessen liegt bei den Leitungspersonen und Mitarbeitern/-innen.
Die Qualität unserer Arbeit ergibt sich für uns aus der Art und Weise der Zusammenarbeit. Wir legen Wert auf ein gutes Teamklima und lösen Unstimmigkeiten in Gesprächen. Wir leben eine offene und positive Gesprächs- und Fehlerkultur. Sichtweisen und Ideen jedes Einzelnen finden im Team Berücksichtigung. Als Mitarbeiter/-innen gehen wir hilfsbereit und zuverlässig miteinander um. Die Arbeit mit den bei uns lebenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist für uns sinngebend.
Die Kooperation mit anderen Institutionen und Netzwerkpartnern ist täglicher Bestandteil unserer Arbeit und wird durch uns aktiv gefördert. Die Zusammenarbeit mit den Familiensystemen der Bewohner/-innen findet sich in unserem pädagogischen Handeln wieder und unterstützt die Identitätsbildung unserer Kinder, indem familiäre Beziehungen gefördert und erhalten werden.
Eine komplexer werdende Welt und die damit verbundene Wertevielfalt stellt uns in unserer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor immer neue Herausforderungen. Die gesellschaftliche Vielschichtigkeit, unterschiedliche kulturelle Hintergründe und auch das „Anderssein" stellen Erziehung in ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Veränderung.
Wir sehen es als unsere gemeinsame Aufgabe an, nach einem Fließgleichgewicht zwischen dem Bewahren von Bewährtem und der Assimilation von Neuem zu suchen. Das macht Erziehung für alle Beteiligten zu einem lebendigen und dynamischen Prozess. Ziel ist es, Hilfen zu entwickeln und anzubieten, die den individuellen Bedarf der bei uns lebenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berücksichtigen und diese immer wieder auf ihre Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit zu überprüfen.
SPENDENKONTO
Wir möchten uns an dieser Stelle im Namen aller uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen für die Unterstützung und Hilfe in Form einer Spende herzlich bedanken.